Tragen

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Es gibt Nesthocker, Nestflüchter und Traglinge. Nesthocker bleiben im Nest und werden dort von ihren Eltern umsorgt, bis sie alt genug selberständig Nahrung aufzunehmen. Nestflüchter sind bei der Geburt schon viel weiter entwickelt und können den Eltern bereits von Anfang an selber folgen. Und dann gibt es noch Traglinge. Zu dieser Kategorie zählen auch wir Menschen.

Babies sind also Traglinge. Was bedeutet das? Traglinge werden, wie es der Name schon vermuten lässt, zu Beginn mehrheitlich getragen. Sie verfügen über einen Greif- und Klammerreflex und über die Anhock-Spreiz-Haltung der Beine, die sie automatisch einnehmen, wenn sie hochgenommen werden. Diese beiden Eigenschaften kann man bereits bei Neugeborenen erkennen. Einige Experten sprechen beim Menschen von einer physiologischen Frühgeburt. Das Kind kommt unfertig zur Welt und ist vollständig auf die Hilfe von seinen Eltern angewiesen. Zwar gilt das auch für die Nesthocker, jedoch dauert diese Phase der Unselbständigkeit viel länger an. Bereits die Höllenbewohner haben deshalb ihre Kinder getragen und das hat sich auch im Instinkt der Kinder festgesetzt. Viele Kinder fühlen sich ausgeliefert, wenn sie irgendwo hingelegt werden. Früher hätte das ja auch unter Umständen den Tod des Säuglings bedeutet.

Heute leben wir zwar nicht mehr in Höhlen, aber der Instinkt ist immer noch der Gleiche. Viele Babies möchten am liebsten den ganzen Tag herumgetragen werden. Dies hat nichts damit zu tun, das die Kinder verwöhnt sind, sondern das sie die Körpernähe einfach brauchen. Der Kontakt zu Mama oder Papa hilft ihnen zudem auch bei der Regulierung der Atmung, der Herzfrequenz und der eigenen Körpertemperatur. Und natürlich vermittelt es ihnen Sicherheit und Geborgenheit. In den ersten Monaten durchschreiten die Kinder so viele Entwicklungsschritte, welche sie manchmal mehr und mal weniger aus der Bahn werfen und es gibt täglich so viele neue Eindrücke zu verarbeiten. Was gibt es dann schöneres, wenn man sich bei Mama oder Papa ankuscheln kann.

Ganz nebenbei ist das Tragen auch für den Tragenden in gewissen Situationen einfach praktisch. Gerade beim Bus-, Tram- oder Zugfahren ist der Kinderwagen häufig ein Hindernis, sei dies einerseits wegen dem vermehrten Platzbedarf, aber auch weil man dann bei gewissen Situationen auch immer auf Hilfe von anderen angewiesen ist, z.B. beim Einsteigen in einen Zug mit einigen Stufen. Auch gibt es Einkaufshäuser, die entweder über gar keinen oder nur über einen Lift verfügen, der, jedes Mal wenn er sich öffnet, bereits von zwei Kinderwagen besetzt ist. So kann man beim Tragen einfach auf die Treppe oder die Rolltreppe ausweichen.


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